Links

Letztes Feedback

Meta





 

Kamakura, tennis und mehr

Wieder einmal sind 2 Wochen ins Land gegangen ohne dass ich geschrieben habe, was mir definitiv nicht so vorkam. Dieses Mal gibt es wieder mehr zu berichten, am letzten Wochenende verwirklichten Linus und ich endlich unseren Plan nach Kamakura zu fahren. Am Sonntag danach trafen wir uns mit den anderen Leuten aus der Fu (zugegeben natürlich nicht mit allen, sondern mit unserem Freundeskreis) das erste Mal seit wir alle hier sind. Gestern gab es ein Turnier von meinem Tennisklub mit anschließender Party.

Der letzte Eintrag stammt vom 15. Also einen Tag vor den Midterms. Diese liefen im Nachhinein ganz gut, allerdings war die Prüfung, wie auch die bisherigen Japanischprüfungen hier mal wieder von abartigem Zeitdruck geprägt. Im Leseteil hieß es dieses Mal, 2-mal je eine A4 Seite Aufgaben zu 2 verschiedenen, ebenfalls jeweils eine A4 Seite langen Texten zu bearbeiten. Die Zeitvorgabe dafür waren absurde 40 Minuten, die dann noch ein wenig extended wurden, als klar wurde, dass niemand die Aufgaben in der Zeit bewältigen würde. Außerdem gab es natürlich noch den obligatorischen Kanjiteil, und dieses Mal auch eine Höraufgabe.
In meinem Soziologiekurs behandelten wir die Theorie von Garfinkel (Symbolic interaction) behandelt, und in diesem Zusammenhang erhielten wir die Aufgabe eine sogenannte „breaching exercice“ durchzuführen. Dabei handelt es sich um die Idee, eine Soziale Norm zu verletzen, und dann die Reaktionen der Betroffenen zu observieren. Ziel ist es die Fragilität der Gesellschaft beziehungsweise die Allgegenwart von Normen zu verdeutlichen. Ich entschied mich letztendlich, in meinem nächsten Gespräch mit Jarmila eine Vielzahl von Fragen zu stellen, sie aber nicht antworten zu lassen, sondern nach ein paar Worten gleich die nächste Frage anzufangen…

Jetzt aber zu den am Anfang erwähnten Touren. A Samstag vor einer Woche, einem sehr sonnigen, schönen Tag, traf ich Linus in Shinjuku, um von dort aus mit dem Zug weiter nach Kamakura zu fahren. Bei Kamakura handelt es sich um eine ehemalige Shogunatsstadt (1185-1333), weswegen es natürlich einige Tempel und ähnliches zu sehen gibt. Außerdem liegt die Stadt südlich von Tokyo am Meer und besitzt auch einige Strände. Zudem erwies sie sich als eine ziemlich grüne, naturbetonte Stadt, in der es von steilküstenartigen Hängen bis Wald alles zu finden gab. (siehe Fotos^^)
Nachdem wir ankamen mieteten wir Fahrräder, um uns freier und schneller bewegen zu können. Der Laden verfügte aber nur noch über Mountainbikes, wodurch ich – so viel ich mich erinnern kann – zum ersten Mal in den Genuss kam ein solches zu fahren. Als ersten begaben wir uns an den Strand, wo wir sehr leckere große Maiskolben erwarben und hinunter zum Wasser gingen, dass sogar warm genug gewesen wäre um darin zu schwimmen. Über uns kreisten Adler, was wir ziemlich faszinierend fanden, denn diese Vögel aus so geringer Entfernung sehen zu können war schon irgendwie besonders. Noch besonderer wurde es, als 2 Adler sich entschlossen mich zu attackieren. Der erste kam völlig unvermittelt von hinten angeflogen und kratzte mit seiner ziemlich starken Kralle an meinem Gesicht herum. Der zweite entriss mir dann den Maiskolben, auf den wohl auch der erste scharf gewesen war, dieses Mal hielt ich das begehrte Objekt aber wohl wegen des ersten Angriffs weiter von mir weg, weshalb der 2. Ihn stehlen konnte.
Nach diesem sehr seltsamen Ereignis machten wir uns auf zum berühmten Daibustsu 大仏(große Buddhastatue hab eigentlich nur die Kanji dahinter geschrieben weil es sonst ein ganzer Eintrag ohne Japanische Schriftzeichen geworden wäre^^), die wir nach einigem entlangirren an der Küste irgendwann auch entdeckten. Sie steht in einem sehr schönen Garten/Park, und ist nicht, wie die Statue in Nara, von einem Tempel, sondern nur von Natur umgeben. Man hätte auch hineingehen können, allerdings führte die Schlange dafür schon einmal um die Statue herum, weswegen wir uns dagegen entschieden. Später gelangten wir noch an einen weiteren Tempel, dessen Name wir allerdings nicht weiter beachteten, und der von einem sehr schönen Park umgeben war. Der Eingang erwies sich auch als besonders fancy, man musste nämlich durch einen Tunnel im Berg gehen um zur Lichtung zu gelangen auf der der Tempel anzufinden war.
Am Sonntag ging es wieder nach Tokyo, diesmal zum Yoyogi Park, einem der beliebtesten Parks Tokyos, und an diesem sehr schönen Tag auch sehr gut gefüllt. Dort traf ich mich mit Linus, Alina, Kati und Robert, alles Kommilitonen von mir aus Berlin, und wir verbrachten den gesamten Vormittag, und ein gutes Stück vom Nachmittag mit quatschen. Dabei erfuhr ich, dass der Japanischunterricht an den anderen Unis scheinbar noch nerviger ist als bei mir…
Abends gingen wir noch in unser standart Okonomiyakirestaurant in Shinjuku.
In der folgenden Woche ist nicht wirklich viel passiert, außer dass ich mich recht oft zum Tanzen getroffen habe, da am Donnerstag (der kommenden Woche also am 2.6.) der Auftritt von Maddy und mir in ihrem Volunteering-Ort (ein Altersheim) ist.
Gestern, am Samstag gab es endlich die lang ersehnte Footloose Open (Footloose ist der Name des Tennisklubs in dem ich bin). Dabei handelte es sich um ein Doppelturnier, in dem alle anwesenden in 2 Teams aufgeteilt wurden und jeder 2 Matches mit unterschiedlichen Partnern gegen unterschiedliche Gegner spielte. Das Team mit den meisten Siegen gewann am Ende. Das ganze Begann um 8:30 was ganz schön grausam war für einen Samstag.
Ich wurde mit 2 recht erfahrenen Mädchen gematched, und konnte ein Spiel für mich entscheiden während wir das andere sehr knapp verloren. Allerdings bestand das gegnerische Doppel auch aus einem der besten Spieler des Klubs und einer erfahrenen Spielerin. Mein Team gewann am Ende deutlich mit 18:11, allerdings zog sich das Ganze für meinen Geschmack zu lange hin, und man hatte zu viele Wartezeiten, da wir leider nur 2 Courts zu Verfügung hatten. Außerdem zog ich mir einen schlimmen Sonnenbrand zu, obwohl von der Sonne den ganzen Tag nichts zu sehen war… Wahrscheinlich manifestierte sich da die höhere UV Belastung in Japan.
Abends ging es dann nach Kichijouji, in eine Art Bar/Partyplatz, wo uns ein ganzes Stockwerk gehörte. Es gab jede Menge Essen und unbegrenzt Getränke. Der Raum wurde schnell erfüllt von sehr vielen Unterhaltungen, und es wurde schwer noch irgendetwas zu verstehen, ob der Geräusche die den ganzen Raum erfüllten.
Inzwischen sind es unter 40 Tage die ich noch in Japan habe, und davon fahre ich ja auch noch einmal 4 nach Korea, weshalb ich mich bemühen werde die Frequenz der Einträge wieder etwas zu erhöhen.

PS: Denkt dran: Es gibt viele schöne Bilder, die ihr durch nur einen Klick auf den Link namens Photos!! auf der linken Seite bestaunen könnt...

29.5.16 14:08

Letzte Einträge: Besuch von Nathan und Mama Teil 2 Osaka und Kyoto(Nara), Start des letzten Trimesters (und Kirschblüten^^), Tanzperformances und Gastredner, Alle Kurse sind zuende!!, Seoultrip

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Aaron (29.5.16 17:12)
Das mit den Adlern ist ja kraß!
Schöne letzte Tage wünsche ich dir!

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen